Der derzeit grösste Elektronbeschleuniger ist LEP (Large Electron Positron Collider) am CERN. Sein Umfang beträgt 27 Kilometer und der gesamte Beschleuniger befindet sich mehr als 100 Meter unter der Erde.

LEP ist ein Collider, bei dem die beiden Teilchenstrahlen aus Elektronen und Positronen (Antielektronen) bestehen. Die Teilchenstrahlen werden in entgegengesetzte Richtungen auf eng zusammenliegenden Bahnen innerhalb des Vakuumrohrs beschleunigt. Danach bringt man die Strahlen miteinander zur Kollision.

Um die notwendige hohe Energie zu erreichen, werden die Teilchen im Kreisbeschleuniger durch besondere Beschleunigungsfelder beschleunigt, die die Energie bei jedem Umlauf erhöhen. Verschiedene Typen von Magneten zwingen die Teilchen auf wohldefinierte Bahnen.

In vier Beschleunigungsabschnitten erhöht sich die Energie der Teilchen um bis zu 400 MeV pro Umlauf bis auf eine Endenergie von etwa 100 GeV. Vier Teilchenpakete (bunches) von Elektronen und Positronen können innerhalb des Ringes für Stunden zirkulieren, mit einer Geschwindigkeit sehr nahe der Lichtgeschwindigkeit.

In LEP gibt es 3'368 Magnete und 272 supraleitende Beschleunigungsstrecken. Diese müssen auf eine Temperatur von minus 269 Grad Celsius gekühlt werden.