Das Myon ist im Vergleich zum Elektron ein schweres (106 MeV), negativ geladenes Lepton (d.h. ein Materieteilchen). Es ist instabil and zerfällt daher in andere Teilchen. Seine mittlere Lebensdauer beträgt 2.2 µs.

Unterschiedliche Teilchen haben unterschiedliche Fähigkeiten, Materie zu durchdringen und das Myon hat eine sehr hohe Durchdringungsfähigkeit. Nur Myonen (und Neutrinos) sind fähig, zunächst die Spurdetektoren und dann die Kalorimeter zu durchdringen. Die Myondetektoren befinden sich daher in den ganz äußeren Detektorlagen.

Myondetektoren bestehen aus Spurkammern, in denen die Myonen nachgewiesen werden. Wie bei den Drahtkammern weiter innen um das Vakuumrohr, erfolgt der Nachweis und die Positionsbestimmung über den angespochenen Draht (MWPC) oder über die Driftzeit (Driftkammer). Myondetektoren registrieren geladene Teilchen, die das Hadronkalorimeter durchdringen, ohne einen Teilchenschauer auszulösen.