Quarks sind sehr ungewöhnliche Teilchen. Sie können nicht als freie einzelne Teilchen existieren, sondern kommen lediglich in Quark-Paaren oder Quark-Tripletts vor. Diese Eigenschaft wird so erklärt, daß die Quarks drei verschiedene "Farben" als "Starke Ladung" besitzen können Die Quarks gibt es in drei völlig gleichberechtigten Varianten, die als "rot", "grün" und "blau" bezeichnet werden (Abb. links für die Up-Quarks). Die Antiquarks haben entsprechend die Antifarben "anti-rot", "anti-grün" und "anti-blau" (Abb. rechts für die Antidown Quarks).

In beobachtbaren Teilchen kommen sie nur in solchen Kombinationen vor, in
denen sie sich zu "weiß" ergänzen. Das ist auch der Grund
dafür, dass Proton und Neutron gerade aus drei Quarks aufgebaut sind,
jedes mit einer anderen Farbe: Wie in der Farblehre addieren sich nämlich
auch die drei Farbladungen der Quarks zu "weiß=farblos". (Daher
auch der Name!)
Gluonen wirken nur zwischen den Quarks und ändern dabei deren Farben.
Um jeden Wechsel zwischen zwei Farben möglich zu machen, gibt es acht verschiedenfarbige
Gluonen. Im nebenstehenden Bild sind sechs mögliche Kombinationen von
Antifarbe und Farbe für Gluonen dargestellt. Trifft z.B.ein rot-antigrünes
Gluon auf ein grünes
Quark, so heben sich die grüne und
antigrüne Farbe auf, und
das Quark wird rot.

